Hallo ihr Lieben,

“wenn Träume Hand und Fuß bekommen und aus Wünschen Leben wird, dann kann man wohl von einem Wunder sprechen.”

Unser zweites Wunder, Elias Alexander, erblickte am 23. Juli 2017 um 2.44 Uhr mit einem Gewicht von 3590 g und einer Länge von 53 cm das Licht der Welt.

Wir sind überglücklich und stolz.

Inzwischen ist der kleine Schatz gute zwei Wochen bei uns und langsam spielt sich hier alles ein. Man braucht einen ganz neuen Rhythmus mit zwei Kindern. Man braucht nicht nur eine gefühlte Ewigkeit, bis man aus dem Haus komm, sondern hat ständig das Gefühl man würde verreisen, weil man so viele Sachen mit sich schleppt. Isabella liebt ihren Bruder über alles. Es ist so schön zu sehen. Sie will ihn immer küssen und kuscheln. Von der “Bilderbuchfamilie” sind wir allerdings noch entfernt. Es fehlt Routine. Außerdem kann man sich nicht einfach jeder Zeit hinlegen und den versäumten Schlaf aus der Nacht nachholen, denn wenn der Zwerg endlich schläft – der kleine Schatz kämpfte in den ersten Tagen mit Bauchweh – möchte die Große Aufmerksamkeit. Alles muss Mama machen und probieren. Außerdem will sie überall dabei sein. So anstrengend es auch ist, so schön ist es auch. Ich freue mich auf die Zeit und die Herausforderungen, die vor uns liegen.

Geburtsbericht

Nachdem ich lange auf Wehen warten musste, Elias ist schließlich “erst” bei SSW 40+3 geboren, hatte ich am Mittwoch, den 22. Juli, “endlich” von allein leichte Wehen, ich bin immer so ungeduldig. 🙂 Mittags, bei dem Kontrolltermin, waren die Wehen sogar schon gut auf dem CTG sichtbar. Meine Hebamme prophezeite mir eine baldige Geburt, wenn es dabei bliebe. Ihr könnt euch meine Enttäuschung vorstellen, als die Wehen gegen 14 Uhr bereits wieder verschwunden waren.

Abends war ich mit meiner Hebamme zur Akupressur verabredet. Da seit etwa 17 Uhr die leichten Wehen allerdings zurück waren, kontrollierte sie meinen Zustand zunächst mit einem CTG. Schnell war klar, dass es statt Akupressur eine Geburt geben würde. Also rief ich Papa Pino an, dass er mich abholen und wir ins Krankenhaus fahren müssen – die Wehen kamen bereits alle 7 Minuten.

In der Klinik angekommen, wurde ich erneut ans CTG angeschlossen (ca. 21 Uhr) und währenddessen aufgenommen, der Abstand verkürzte sich in diesen eineinhalb Stunden auf zwei bis viel Minuten und wurden langsam aber sicher wurden die Wehen sehr unangenehm und schmerzhaft. Jetzt begann die schlimmste Phase in dieser Geburt für mich. Das Klinikpersonal befand sich im Schichtwechsel, so dass weiter Maßnahmen und Wünsche, wie Bad und PDA, etwas warten mussten. Zum Schluss dieser Phase war es mir nicht mehr möglich die Wehen richtig zu atmen. Ich habe nur noch gejammert und gemeckert und konnte mich nur noch schwer konzentrieren. Als dann “endlich” die PDA lag (ca. 0.30 Uhr), gebadet habe ich nicht mehr, war die Geburt einfach nur noch entspannt. Ich konnte so super für den kleinen Mann atmen, dass er bestmöglich mit Sauerstoff versorgt wurde, was für ihn die Geburt so angenehm wie möglich machte. Durch die PDA war ich dieses Mal völlig schmerzfrei und konnte den Druck ziemlich lange ertragen. Die Hebamme in der Klinik sagte uns, je länger ich den Druck halten könne und je langsamer “wir” dann pressen würde, desto kleiner wäre das Risiko, dass “etwas” kaputt ginge. Schließlich war unser Sonnenschein um 2.44 Uhr nach langen 40 Wochen des Wartens endlich in unseren Armen.

Bis zum nächsten Mal